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Kesselsauger

Das Gehäuse besteht aus einem mehr oder weniger hohen rollbaren Zylinder. Oftmals handelt es sich um eine Kombination aus Nass- und Trockensauger. Die Saugdüse ist an einer Teleskopstange angebracht. Kesselsauger sind ergonomisch und leicht zu bedienen. Es gibt für sie eine große Auswahl an Zubehör, beispielsweise Wassersaugdüsen oder Bürstwalzen, die durch einen Luftstrom gedreht werden. Für Kesselsauger sind verschiedene Filter erhältlich.
Der Behälter von dem Kesselsauger ist für gewöhnlich zwischen 5 und 20 Liter groß und bestimmt maßgeblich das Füllvolumen. Auch in puncto Benutzerfreundlichkeit unterscheidet sich der Kesselsauger von herkömmlichen Staubsaugern, denn das Gerät ermöglicht den Einsatz sowohl auf trockenen Teppichen als auch auf Hartböden.
Kesselsauger gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und Größen. Vom Bürosauger bis hin zum Industriesauger der Schutzklassen L+M können wir Ihnen eine vielfältige Auswahl präsentieren.

Bürstsauger

Da bei Bürstsaugern (wie beim Handstaubsauger) der Sauger und der Bürstkopf miteinander verbunden sind, sind sie nicht so leicht wie Kesselsauger zu bedienen. Das Besondere sind die in den Bürstkopf eingebauten ein oder zwei rotierenden Bürstenreihen, durch die der Flor aufgerichtet und der Staub gelockert wird. Das Ergebnis ist deutlich besser als bei anderen Staubsaugern. Inzwischen werden auch Bürstsauger mit Filtersystemen angeboten. Die maximale Leistungsaufnahme liegt zwischen 650 und 2000 Watt. Erhältliches Zubehör: Teppich-/Bodendüse, Polster- und Fugendüse oder Turbodüse. Geknüpfte Teppiche, Hochflor- und Kräuselvelours (beispielsweise Berberteppiche) sollten nicht mit einem Bürstsauger gesaugt werden, weil hier Flor- und Fransenfasern mit aufgesaugt werden können.

Rückenstaubsauger

Der Rückenstaubsauger hat ein Tragegestell, mit dem er auf den Rücken geschnallt werden kann. So kann an schwer zugänglichen Stellen wie Treppenhäusern, Stuhlreihen oder auch engen Kajüten auf einem Schiff einfacher gesaugt werden.

Akkusauger

Sie sind die kleinsten Geräte, die sich zum Aufsaugen von kleineren Verschmutzungen eignen.

Staubsaugerroboter

Der Traum eines jeden, der viel Fläche zu saugen hat: ein Roboter, der diese lästige Arbeit selbstständig übernimmt. Aber was für uns sehr einfach ist, ist für eine Maschine sehr schwer zu erfüllen. Woher weiß die Maschine, wo der Raum endet und wo etwas im Weg steht? Wie erfährt der Roboter, wo schon gesaugt ist und wo nicht und wie löst man die Stromversorgung? Es gibt Roboter, die bei einer Kollision einfach die Richtung ändern (dengeln), andere besitzen Infrarot- oder Ultraschall-Sensoren, die die Lage von Gegenständen im Raum ermitteln. Andere Roboter besitzen eine Deckenkamera, mithilfe derer sich der Saugroboter im Raum orientieren und systematischer fortbewegen kann. Einen Schritt weiter geht die systematische Navigation (Scout RX1), bei der die zu saugende Fläche Bahn für Bahn bearbeitet wird. Umgesetzt wird diese Routenführung mit einem Lagesensor (Gyro), der Drehbewegungen und die Änderung der Fahrtrichtung ermittelt sowie einer Deckenkamera. Bei ungenügender Beleuchtung besitzen wieder andere Modelle eine Bodenkamera mit eigener Beleuchtung.
Die Stromversorgung wird über einen Akku gelöst, denn auch herumliegende Kabel sind für Roboter ein Hindernis. Die meisten Modelle können nach getaner Arbeit selbstständig die Ladestation aufsuchen und sich neu aufladen. Bis auf wenige Ausnahmen befinden sich an der Unterseite der Staubsaugerroboter eine oder mehrere Bürsten, die den Schmutz aus den Fasern holen. Dieser wird angesaugt und in einem Schmutzbehälter gesammelt. Teilweise ist es möglich, dass die Basisstation den Schmutz aus dem Staubsaugerroboter übernimmt. Weitere Ausstattungen sind beispielsweise: Schmutzsensoren oder eine Absturzsensorik, die das Abstürzen an Treppen verhindert.

Zentralstaubsauger

Bei einem Zentralstaubsauger wird ein zentrales Gerät beispielsweise im Keller oder einen Nebenraum montiert. Von ihm aus geht ein Rohrsystem in jedes Zimmer und endet dort mit einer Saugsteckdose. Statt mit dem Staubsauger von einem Zimmer zum nächsten zu fahren, wird ein flexibler Schlauch mit Staubsaugerdüse an die Dose angeschlossen. Die angesaugte Luft wird zum Zentralstaubsauger transportiert, dort vom Staub befreit und die Abluft ins Freie geblasen. Zentralstaubsauger funktionieren wie → beutellose Staubsauger nach dem Zyklonprinzip. Die Leistung des Zentralsaugers muss an die Wohnfläche angepasst werden, damit in jedem Raum ein ausreichender Unterdruck zum Staubsaugen vorhanden ist.

Einscheibenmaschinen

Zahlreiche empfindliche Bodenbeläge wie Laminat, moderneres PVC sowie auch Parkett bedürfen einer besonderen Pflege um die Langlebigkeit und das einwandfreie optische Erscheinungsbild erhalten zu können. Da gerade in öffentlichen Gebäuden sehr häufig große Flächen einer besonderen Belastung ausgesetzt werden, ist die manuelle Reinigung und Pflege dieser Böden mitunter sehr aufwendig, weswegen die Einscheibenmaschine zum Einsatz gebracht wird.
Bevor die Maschine in Betrieb genommen wird, muss die Deichsel auf die Körpergröße eingestellt werden. Die Deichsel sollte ungefähr in Beckenhöhe eingerastet werden, so erhält man die beste Balance. Bei der Verwendung von Reinigungslösung ist zu empfehlen, einen neutralen und schaumarmen Reiniger zu nehmen (bitte die Betriebsanleitung beachten). Das verwendete Pad richtet sich nach dem Fußbodenbelag und dem Reinigungsverfahren (siehe unten). Gestartet wird die Maschine durch das Drücken der beidseitig angebrachten Starthebel. Durch den Motor im Maschinengehäuse wird der Aufsatz gedreht.

Die Umdrehungsgeschwindigkeit schwankt zwischen den Modellen und kann bei einigen auch verstellt werden. Bei Normalläufern ist die Umdrehung pro Minute unter 300. High-Speed-Maschinen liegen bei 300 bis 750 Umdrehungen pro Minute und Ultra-High-Speed-Maschinen bei 750 bis 2500 Umdrehungen pro Minute.
Die Einscheibenmaschine wird durch Heben und Senken der Deichsel (Führungsstange) gelenkt. Wird die Deichsel leicht nach unten gedrückt, so bewegt sich die Maschine nach links und durch leichtes Anheben nach rechts.

Pads / Bodenreinigungsscheiben

Bodenreinigungsscheiben bestehen aus einer Mischung von Polyester- und Nylonfasern (Polyamid), in die teilweise Schleifpartikel eingearbeitet sind. Sie unterscheiden sich in der Dicke und Härte der Scheiben sowie in der Größe der Schleifpartikel und damit dem Abrieb. Je nach Verwendungszweck unterscheiden sich die Farben der Pads, wobei die Farben nicht genormt sind und sich von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. Hier ein Beispiel:

blau ist für das Cleanern geeignet,
weiß für das Polieren,
rot für die Trockenreinigung,
beige für das Trockenpolieren,
schwarz für stark verschmutzte Böden,
braun extra hart, für stark verschmutzte Böden,
grün für die Unterhaltsreinigung und zum Cleanern.

Faser- und Garnpads

Faser- und Garnpads sind für die Reinigung von Teppichen geeignet. Faserpads besitzen einen velourartigen Flor, dessen Fasern bis zu 15 mm lang sein können. Als Materialien kommen → Polyester und/oder → Polyamid auch als Mikrofaser infrage. Garnpads oder auch Bonnet Pads besitzen eine schlingenartige Oberfläche, deren Länge von 5 bis 25 mm reichen kann. Eingesetzte Materialien sind → Polyester, → Polyamid, → Baumwolle und Viskose, teilweise sind in die Pads zusätzlich Nylon-Streifen eingearbeitet.

Tellerbürsten

Je nach Einsatzgebiet sind die Borsten der Tellerbürsten unterschiedlich hart. Im Angebot sind Tellerbürsten zum shampoonieren, schrubben, schleifen oder polieren.

Nach der Benutzung werden die Pads unter fließendem warmen Wasser abgewaschen. Textile Pads können auch in der Waschmaschine gewaschen werden, bitte beachten Sie unbedingt die Angaben des Herstellers.

Sprühextraktionsgerät

Mit einem Sprühextraktionsgerät können Teppiche und Polster nass gereinigt werden. Vor der Reinigung sollten Teppichböden gründlich gesaugt werden.
Zur Inbetriebnahme des Gerätes werden die Schläuche angeschlossen, die Reinigungslösung angesetzt und in den Frischwasserbehälter gefüllt. Für eine bessere Reinigungswirkung kann auch warmes Wasser verwendet werden. Je empfindlicher der Belag ist, umso geringer sollte die Reinigungsmittelkonzentration angesetzt werden. Ist der Schmutzwasserbehälter eingesetzt und der Deckel auf dem Gerät, ist das Sprühextraktionsgerät betriebsbereit. Die Saugturbine und die Reinigungsmittelpumpe können separat ein- und ausgeschaltet werden. Bitte unbedingt die Bedienungsanleitung des jeweiligen Gerätes beachten.

Bei der Reinigung mit einem Sprühextraktionsgerät wird Reinigungslösung auf den Teppichboden (oder das Polster) mit Druck aufgesprüht und anschließend das schmutzige Wasser mit dem Sauger wieder aufgesaugt. Das Schmutzwasser sammelt sich im Schmutzwasserbehälter, der zum Schluss geleert wird. Um die Reinigungslösung aufzusprühen, muss der Schalter am Krümmer betätigt werden. Bei normalen Verschmutzungen wird die Reinigungslösung in einem Arbeitsgang aufgesprüht und wieder aufgesaugt. Bei starken Verschmutzungen sollte die Reinigungslösung aufgetragen werden und etwa 5-10 Minuten Zeit haben einzuwirken. Anders als beim Staubsauger wird die Bodendüse rückwärts gezogen.

Tipp:
Es sollte immer von Fenster zur Tür gearbeitet werden. Durch diese Vorgehensweise wird verhindert, dass man über die frisch gereinigten Flächen läuft. Der Boden darf erst nach dem vollständigen Trocknen wieder betreten und mit Möbeln bestellt werden. Achtung: Teppiche mit Juterücken können schrumpfen! Hochflorige Teppichbeläge sollten im feuchten Zustand aufgebürstet werden.

Reinigungsautomaten

Die grundlegende Reinigung von Bodenflächen, die tagtäglich einer großen Belastung ausgesetzt sind, ist unumgänglich für die optische Präsentation sowie auch für die Langlebigkeit. Nicht immer ist nasses Wischen jedoch vollumfänglich ausreichend bzw. wirtschaftlich, da diese Tätigkeit sowohl Kosten verursacht als auch personalintensiv ist. Mit einer Scheuersaugmaschine können diese Tätigkeiten jedoch bereits ab einer Bodenfläche von 100 m² wesentlich wirtschaftlicher und auch zeiteffektiver durchgeführt werden, da es verschiedene Modelle einer Scheuersaugmaschine gibt.

Scheuersaugmaschine

Scheuersaugmaschinen können in einem Arbeitsgang den Boden mit einer Bürste oder einem Pad scheuern und anschließend das Schmutzwasser abziehen und aufsaugen. Scheuersaugmaschinen eignen sich für die effiziente Reinigung großer Bodenflächen, haben aber den Nachteil, dass das Inventar eine gewisse Mindesthöhe aufweisen muss, um sie unterfahren zu können.

Bauformen

Die Maschinen unterscheiden sich in ihrer Größe und ihrer Kapazität. Kleinere Scheuersaugmaschinen werden mit der Hand geführt, sie werden als Nachläufer oder auch Nachlauf-Scheuersaugmaschine bezeichnet, weil man ihnen hinterherläuft. Bei Step-on Scheuersaugmaschinen befindet sich an der Rückseite eine Plattform, auf die man sich stellen kann. Die größten Modelle sind sogenannte Aufsitz-Scheuersaugmaschinen, die im Sitzen gefahren werden.

Die Arbeitsbreite der Maschinen variiert, je schmaler ein Gerät ist, desto enger können die Gänge sein, die durchfahren werden. Sind hingegen große, weitläufige Flächen zu reinigen, bietet sich eine höhere Arbeitsbreite an. Die Flächenleistung wird in Quadratmeter pro Stunde angegeben. Neben der theoretischen Flächenleistung schreibt z. B. die Firma Nilfisk auch die praktische Flächenleistung auf.

Die Bürsten

Die Bürsten können teller- (scheibenförmig) oder walzenförmig sein, die Arbeitsbreite der Bürsten ist unterschiedlich und richtet sich u. a. nach der Anzahl der Bürsten und der Breite der Maschine aus. Einige Geräte lassen sich von der Teller- zur Walzentechnik umrüsten, ohne eine neue Maschine anschaffen zu müssen. Ein bewegliches oder rechts/beidseitig herausragendes Bürsten-/Schrubbdeck erlaubt es, nah am Rand zu arbeiten, eine vollständige Reinigung der Ecken ist aber auch bei diesen Modellen nicht möglich. Ist statt einer Tellerbürste die Montage eines Padhalters möglich, kann der Boden auch mit Pads gereinigt werden. Bei der Edge-Reinigungstechnik erfolgt die Reinigung mit rechteckigen Pads, dieses System ermöglicht ebenfalls das randnahe Arbeiten.

Neben der Arbeitsbreite und Form der Bürsten unterscheiden sich die Geräte noch im Bürstenanpressdruck und der Bürstendrehzahl bzw. Bürstenumdrehung, bei einigen Herstellern auch als Bürstengeschwindigkeit bezeichnet.

Der Weg des Wassers

In einen Wassertank wird Frischwasser eingefüllt, je nach Modell wird diesem das Reinigungsmittel direkt zugesetzt, oder es gibt einen separaten Reinigungsmitteltank, von dem aus das Reinigungsmittel automatisch dosiert wird. Wasser und Reinigungsmittel wird über die Bürsten gesprüht, der Boden geschrubbt und am hinteren Ende des Gerätes das Schmutzwasser mithilfe eines Absaugleistengummis abgezogen und aufgesaugt. Das Schmutzwasser gelangt in den Schmutzwassertank und wird von dort aus entsorgt. Bei größeren Geräten kann der Schmutzwassertank kippbar sein. Ein großer Wassertank erlaubt langes unterbrechungsfreies Arbeiten, vergrößert jedoch auch den Umfang der Maschine.

Antrieb

Da Scheuersaugmaschinen in der Regel im Innenbereich im Einsatz sind, werden sie mehrheitlich mit Strom betrieben. Eine Batterie erlaubt ein Kabelunabhängiges arbeiten und erspart die Suche nach einer Steckdose. Alternativ gibt es einige Industriemaschinen mit Diesel- oder Flüssiggasantrieb.

Walzen- oder Scheibenbürste?

Die Wahl zwischen Walzen- oder Scheibenbürste ist eine wichtige Entscheidung, da der Anpressdruck und die Drehzahl einen großen Einfluss auf die Reinigungswirkung haben. Die Walzenbürstentechnik lässt sich – bei vergleichbarem Anschaffungspreis – variabler einsetzen. Allgemein gilt: Auf glatten Böden wie PVC und Linoleum, die oft im Eingangsbereich und in Fluren zu finden sind, ist bei der Unterhaltsreinigung mit Scheibenbürsten ein gutes Reinigungsergebnis zu erreichen.

Bei profilierten Böden und hartnäckigen Verschmutzungen sind Walzenbürsten vorteilhaft, da sie über eine kleinere Auflagefläche und einen bis zu sechsmal höherer Anpressdruck von bis zu 200 g/cm² verfügen. Bei Maschinen mit zwei gegenläufig rotierenden Bürsten wird die Reinigungsflotte nicht nach außen geschleudert, sondern bildet einen geschlossenen Film. So wird weniger Wasser verbraucht und das Reinigungsmittel kann länger einwirken. Walzenbürsten passen sich außerdem Unebenheiten an, verfügen über eine bessere Tiefenwirkung und erreichen auch Rand- und Eckbereiche, sodass weniger Nacharbeit erforderlich ist. Bei Drehzahlen von bis zu 1.500 U/min kann man mit ihnen auch entschichten, polieren und kristallisieren. Die enormen Fliehkräfte führen nebenbei zu einem Selbstreinigungseffekt. Und: Bei Maschinen mit eingebauter Kehrlade befördern die Walzenbürsten groben und lose aufliegenden Schmutz nach dem Überwurfprinzip in einen Behälter im Schrubbkopf. Das erspart das Vorkehren oder Moppen und somit einen kompletten Arbeitsschritt.

EDGE-System

EDGE-Technologie ist eine neue Art von Boden-Reinigung. Ca. 50 Jahre gab es nur Bürstenmaschinen, weniger lang Walzenmaschinen. Nun haben sich teilweise die Bodenarten sowie die Anforderungen bezüglich Umweltverhalten (Wasser- und Reinigungsmittelverbrauch) sowie Aufwand von Zeit und Personal geändert. Gezieltes und schonendes Entfernen von Pflege- bzw. Schutzfilmen, nass- oder trocken, Einsatz auf Holzböden, Laminat usw., einfach alles, wo es bisher nicht denkbar war, Maschinen einzusetzen: Feuchtschleifverfahren, Kristallisieren sowie Polieren von z. B. Marmor, Betonsanierung und Betonpolieren, Teppichbodenreste entfernen und viele Anwendungen mehr.

Von 10 bis 250 Liter haben wir alle Scheuersaugmaschinen im Programm. Ob Bürste – Walze oder das neue Edge System bieten wir Ihnen eine große Auswahl um Sie individuell zu beraten.

Eine Kehrmaschine ist ein Arbeitsgerät zum Aufnehmen von Verunreinigungen. Sie ist entweder auf ein LKW-Fahrgestell aufgebaut oder als Anbaugerät das an Kommunal- oder Baufahrzeuge angebaut wird. Anbaukehrmaschinen arbeiten mit einer mechanischen Schmutzaufnahme auch genannt „Kehrschaufelprinzip“.

Selbstfahrende Kehrmaschine

Der Kehrmaschinen-Aufbau besteht im Wesentlichen aus einem Schmutzbehälter, der das Kehrgut aufnimmt. Unter dem Schmutzbehälter ist ein separater Dieselmotor eingebaut, der den Ventilator (Suction fan) mechanisch oder hydraulisch antreibt. Dieser Ventilator erzeugt einen Unterdruck im Schmutzbehälter und saugt das Kehrgut wie bei einem Staubsauger in den Schmutzbehälter.

Die Rotationsbesen befinden sich im Allgemeinen rechts an der Fahrzeugseite und unter dem Fahrzeug. Bei großen selbstaufnehmenden Kehrmaschinen befindet sich an der Seite ein sogenannter Tellerbesen, der das Kehrgut aus dem Rinnstein zum Saugschacht transportiert. Zusätzlich kann auch noch eine sogenannte Kehrwalze angebracht sein. Diese ist mittig unter dem Fahrzeug angebracht und kehrt das Kehrgut von der Mitte der Straße zum Saugschacht.

In der Regel ist eine große Kehrmaschine ein Fahrzeug mit Rechtslenkung, damit der Fahrer die Straßenrinne exakter reinigen kann.
Es gibt jedoch verschiedene Aufnahmeverfahren des Kehrgutes. Grundsätzlich unterscheidet man in drei Kategorien:
mechanische Aufnahme,
Aufnahme durch Absaugung,
Kombination Absaugung und Mechanik.


Bei der rein mechanischen Aufnahme wird das Kehrgut durch eine Kehrwalze auf ein Förderband geworfen, das dann das Material in einen Behälter führt. Dieses ist vergleichbar mit der manuellen Aufnahme durch das Kehrblech. Dieses Verfahren wurde durch die Absaugung abgelöst und findet sich heute nur noch in ähnlicher Form bei Handkehrmaschinen.

Die Aufnahme mit einer reinen Absaugung funktioniert wie weiter oben beschrieben.

Die Kombination von Absaugung und einer mechanischen Aufnahme ist ein relativ neues und unbekanntes Prinzip. Grob beschrieben erfolgt die Aufnahme des Grobkehrgutes durch eine rotierende Walzenbürste, die das Material auf ein Förderband wirft und in den Kehrgutbehälter transportiert. Die Feinmaterialaufnahme (Staub) erfolgt unterstützend durch einen oder mehrere Ansaugventilatoren.

Handkehrmaschine

Eine meist kleine, durch Muskelkraft betriebene Kehrmaschine (auch Kehrmaschine oder Teppichkehrer genannt), die fast ausschließlich mit dem rein mechanischen Aufnahmesystem ausgestattet ist. Sie arbeiten mit vier unterschiedlichen Kehrsystemen:

Die Einwalzenkehrgeräte sind der Ursprung der Handkehrmaschinen. Bei diesen Geräten wird der Schmutz mittels einer Rundbürste und einer kehrschaufelartigen Gummilippe aufgenommen. Der Schmutzbehälter befindet sich bei diesem Maschinentyp vor der Kehrwalze. Die maximale Größe des Kehrgutes wird hierbei durch den Behälter und die Gummilippe begrenzt.

Bei Doppelwalzengeräten wird das Kehrgut über zwei gegenläufige Kehrwalzen aufgenommen. Bei diesen Kehrmaschinen übernimmt die zweite Kehrwalze die Aufgabe den Schmutz aufzunehmen und in den Auffangbehälter zu schleudern. Durch den Verzicht auf die Gummilippe kann mit solchen Geräten auch größeres Kehrgut aufgenommen werden. Gekehrt wird bei diesen Geräten jedoch nur mit einer Bürste.

Bei Tellerbesenkehrmaschinen wurde bewusst auf eine Kehrwalze verzichtet. Der Schmutz wird bei diesen Geräten über zwei gegenläufige Tellerbürsten aufgenommen. Die Tellerbürsten schneiden unter das Kehrgut und schieben es staubarm über eine Platte in den Behälter. Dadurch wird erreicht, dass neben dem üblichen Straßenschmutz zusätzlich nasses und trockenes Laub oder auch grobes und schweres Kehrgut aufgenommen wird. Die beidseitig überstehenden Tellerbürsten ermöglichen randnahes Kehren links und rechts.

Die Turbo-Kehrmaschinen arbeiten mit einer Kombination von Tellerbürsten und Kehrwalze. Dabei wird der Schmutz doppelt gekehrt. Zuerst wird der Schmutz durch die Tellerbesen aufgefegt und dann durch die Kehrwalze in den Behälter befördert. Gleichzeitig nimmt die Kehrwalze den Feinschmutz ein zweites Mal auf. Bei nur einer Überfahrt wird so vom feinsten Sand bis zur Getränkedose alles aufgenommen. Das Überkopfprinzip der Kehrwalze sorgt hierbei für eine optimale Behälterfüllung.