Politische Lage und Auswirkungen auf die Lieferketten.
Die anhaltend angespannte politische Lage im Nahen Osten wirkt sich weiterhin spürbar auf die internationalen Beschaffungs- und Logistikmärkte aus. In der Folge sehen wir uns aktuell mit flächendeckenden Preiserhöhungen nahezu aller Lieferanten konfrontiert. Diese betreffen unterschiedliche Produktgruppen in unterschiedlicher Intensität: Im Bereich Chemie steigen die Preise um bis zu 9 Prozent, Importware aus Fernost verteuert sich um bis zu 20 Prozent, Hygienepapiere liegen bei bis zu 6 Prozent und Müllbeutel sowie Müllsäcke erhöhen sich ebenfalls um bis zu 20 Prozent. Besonders dynamisch bleibt die Entwicklung bei Handschuhen, deren Preise sich derzeit nahezu täglich verändern.
Steigende Energie- und Logistikkosten als Kostentreiber.
Die stark gestiegenen Kraftstoffpreise führen auch innerhalb der Wencke Gruppe zu erheblichen Mehrkosten. Selbst beim Einsatz von HVO100-Kraftstoff, der erdölunabhängig ist, liegen die Kosten aktuell rund 40 bis 50 Prozent über dem bisherigen Niveau. Daraus ergeben sich tägliche Zusatzbelastungen von über 500 Euro.
Preisanpassungen bei ausgewählten Produktgruppen.
Ein Teil unserer Lieferanten hat die Abgabepreise bereits erhöht, in anderen Fällen stehen detaillierte Informationen noch aus. Besonders angespannt bleibt die Situation in der Handschuhindustrie, in der derzeit "Force Majeure" gilt und Preise kurzfristig sowie tagesaktuell angepasst werden. Die daraus resultierenden Preissteigerungen können wir leider nicht vollständig kompensieren und müssen sie daher teilweise weitergeben. Insbesondere bei Handschuhen kam es zum 01.05.2026 zu erneuten deutlichen Preisanpassungen. Gleichzeitig wurde die zum 01.04.2026 eingeführte Regulierungspauschale wieder um 2,00 Euro netto gesenkt.
Versorgungssicherheit und verantwortungsvolle Lagerplanung.
Die Marktentwicklung wird von uns weiterhin engmaschig beobachtet. Preisänderungen können künftig auch in kürzeren Intervallen erfolgen. Um Transparenz zu schaffen, veröffentlichen und aktualisieren wir die jeweiligen Teuerungsraten fortlaufend auf unseren Websites. Eine individuelle Kommunikation jeder einzelnen Preisanpassung über separate Angebote ist dabei leider nicht immer möglich. Aktuell gehen wir nicht von Versorgungsengpässen aus. Unsere Einkaufsabteilungen prüfen täglich die Warenverfügbarkeiten, identifizieren alternative Bezugsquellen und passen die Lagerbestände entsprechend an. Um eine stabile Versorgung sicherzustellen, bitten wir darum, auf vorsorgliche Mehrbestellungen zu verzichten.
Transparenz durch indexgebundene Dieselzuschläge.
Zusätzlich führen wir einen transparenten, an den Destatis-Index gekoppelten Dieselzuschlag je Lieferung ein. Dieser richtet sich nach dem jeweils aktuellen Indexwert und wird entsprechend angepasst. Sobald sich die Situation nachhaltig entspannt, werden diese Zuschläge selbstverständlich wieder zurückgenommen. Wir bedanken uns für das Verständnis und setzen weiterhin auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.